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Die Schuppenflechte oder Psoriasis kann bis heute nicht geheilt werden. Wer von dieser Hauterkrankung betroffen ist, muss mit der Tatsache leben, dass die Symptome immer wieder aufs Neue ausbrechen können. Die Ursachen der Psoriasis sind noch nicht vollständig erforscht. Zahlreiche Faktoren können zur Auslösung eines neuen Schubes oder Verschlechterung des Krankheitsbildes führen. In vielen Fällen lässt sich durch eine Behandlung das Erscheinungsbild der Haut bessern und sogar über längere Zeiträume stabilisieren.

Die vorliegende Broschüre soll den Betroffenen Informationen, Rat und Hilfestellungen geben.

Diese Broschüre kann natürlich nicht die medizinische Betreuung durch einen Dermatologen ersetzen, sondern ist eine Ergänzung der individuellen Behandlung.

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Das Krankheitsbild der Psoriasis wurde erstmals vom englischen Arzt Robert Willan (1757-1812) beschrieben, ihren heutigen Namen gab ihr der Wiener Hautarzt Ferdinand v. Hebra (1816-1880):

Psoriasis vulgaris, abgeleitet vom griechischen Psora, die Schuppe, und psao, ich kratze, wörtlich übersetzt, die gemeine Schuppenflechte.

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Wie häufig ist die Krankheit!
Vor über 2000 Jahren wurden in medizinischen Schriften der Griechen bereits die Symptome der Psoriasis beschrieben. Diese Hautkrankheit ist weltweit verbreitet und tritt bevorzugt bei hellhäutigen Menschen auf.

Ca. 1 % und 2 % aller Europäer leiden an der Schuppenflechte. Allein in Deutschland sind ca. 2 bis 3 Millionen Menschen betroffen. Die Psoriasis befällt Männer und Frauen gleich häufig. Meist treten die Symptome der Psoriasis erstmals zu Beginn des zwanzigsten Lebensjahrs auf, um dann oftmals  in Schüben wiederzukehren. Bei einer weiteren Gruppe von Patienten beginnt die Erkrankung erst jenseits des 50. Lebensjahres. Dieser Typus ist seltener und weist meist einen weniger schweren Krankheitsverlauf auf.

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Ist die Psoriasis erblich?


Wenn Sie jetzt zurückdenken, fällt Ihnen vielleicht ein, dass ein Onkel, eine Tante oder Vetter schon einmal über Schuppenflechte geklagt haben. Richtig, die Psoriasis ist in gewissem Sinne eine Familienkrankheit. Aber nicht die Krankheit an sich wird vererbt, sondern nur die Veranlagung (Disposition), im Laufe des Lebens eine Psoriasis entwickeln zu können. Die genetische Informationen dazu findet sich wahrscheinlich verteilt auf verschiedenen Stellen des Chromosoms (Erbträger) Nr. 6.

Praktisch bedeutet das Folgendes: Finden sich unter den Verwandten  Psoriatiker, hat man selbst ein größeres Risiko ebenfalls an Psoriasis zu erkranken. Ist ein Elternteil betroffen, ist bei den Kindern mit 20 % Wahrscheinlichkeit mit einer Psoriasis zu rechnen, sind beide Eltern Psoriatiker, sogar mit 60 %.


Wahrscheinlichkeit für eine Person
an Psoriasis zu erkranken, liegt bei 20 %, wenn ein Elternteil Psoriatiker ist. 
Sind beide Elternteile Psoriatiker , 
liegt dieser Wert bei 60 %.

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Mehr als 95 % aller Psoriatiker leiden an der gewöhnlichen Schuppenflechte, der Psoriasis vulgaris. Das Krankheitsgeschehen spielt sich bei der Psoriasis vor allem in der obersten Hautschicht, der Epidermis, ab. Hier werden fortwährend Oberhautzellen gebildet, welche nach außen wandern und sich dabei zu Hornzellen entwickeln. Im Vergleich zu gesunder Haut (Abb.1) ist bei der Schuppenflechte diese Zellneubildung deutlich beschleunigt. Der normale Zeitraum der Zellerneuerung beträgt 28 Tage. Bei der Psoriasis vollzieht sich dieser Prozess in nur 3 bis 4 Tagen; daher können sich die Zellen nicht richtig entwickeln.

Die Verhornung der schützenden oberen Hornschicht ist gestört und es bilden sich die typischen starken Schuppenauflagerungen. Geweitete und stärker gewundene Blutgefäße führen zu einer Rötung der Haut in den betroffenen Bereichen.

Außerdem können Entzündungszellen (Leukozyten) durch diese Gefäße verstärkt in die betroffenen Hautareale einwandern (Abb.2).

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